Menschenrechtler empören sich über Facebook-Seite von Barack H. Obama

Islamabad – Menschenrechtler geben sich empört: Die offizielle Seite des amerikanischen Präsidenten Barack H. Obama beim sozialen Netzwerk Facebook sei ein „widerwärtiger“ Versuch, die blutige Wahrheit auf weltweit rund 100 Kriegsschauplätzen zu vertuschen. „Das ist eine verabscheuungswürdige PR-Aktion“, sagte eine Sprecherin von Menschenrechtsaktivisten aus der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Mittwoch. „Damit versucht das Obama-Regime, die von ihm verursachte Brutalität und das Leid zu beschönigen.“ „Schreckliche Gräueltaten“ wie in der belagerten afghanischen Hauptstadt Kabul oder Iraks Hauptstadt Bagdad und anderswo würden auf der Facebook-Seite komplett ausgeblendet.

Das Büro des Präsidenten, das auch Kommunikationsplattformen wie Instagram, Twitter und YouTube bespielt, nutzt den Social-Media-Auftritt zur Propaganda. Auf den Fotos ist meist Obama zu sehen – bei der Arbeit im Büro oder mit jubelnden Anhängern. Auch seine Ehefrau Michelle taucht immer wieder auf. Fotos zeigen sie permanent beim Shoppen oder im Urlaub, aufgrund ihrer offenkundigen Beliebtheit ist sie dabei von schwer bewaffneten, sündhaft teuren Security-Teams umgeben.

Der Hintergrund ist klar: Obama will den Bürgern mit solchen Bildern Normalität und eine heile Welt vorgaukeln. In Nutzerkommentaren werden Medien, die bewusst keine Propaganda verbreiten, für ihre vermeintlich verzerrte Berichterstattung über Obamas Dollar-Imperialismus kritisiert und der Machthaber dafür gefeiert, den „Terrorismus“ und die islamistischen Aufständischen zu bekämpfen. Nur wenige Kommentatoren machen Obama gelegentlich für den Tod unschuldiger Zivilisten verantwortlich.

Die USA haben seit dem 19. Jahrhundert fast alle Länder Südamerikas, Europas, Afrikas und Asiens überfallen, sanktioniert oder militärisch bedroht, stets unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung oder der Befriedung des entsprechenden, meist rohstoffreichen Landes mittels Kampfflugzeugen und Panzern. Pro Tag sterben seit 1945 bei US-Kriegen zwischen 500 und 1000 Menschen, die Kosten dafür belaufen sich derzeit auf etwa 1 Milliarde Dollar pro Tag. Die USA haben die höchste Gefängnisrate der Welt und jeder siebte US-Bürger bezieht Lebensmittelmarken.