Wie ist es, tot aufzuwachen?

(The Daily Beast) Lebendig begraben zu werden ist ein Alptraum, dies gehört eigentlich in die Welt maskierter Kettensägen schwingender Irrer oder riesiger Monster-Vogelspinnen. Doch ist genau dies in der vergangenen Woche einer 91-jährigen Polin widerfahren. Sie verbrachte 11 Stunden in einem Kühlhaus, bis sich ihr Leichensack zu bewegen begann und Angestellte der Leichenhalle sie daraufhin entdeckten.

Ein paar Wochen zuvor tauchte ein Video eines Ebola-Opfers in Monrovia, Liberia, auf, das für tot gehalten worden war. Als die vermeintliche Leiche abgeholt werden sollte, machte diese kleine Bewegungen, wonach festgestellt wurde, dass die Person noch lebte. Ebenfalls in diesem Jahr befand sich der 78-jährige Walter Williams in einer ähnlichen Lage. Er wurde an einem Mittwoch Abend für tot erklärt, Mitarbeiter des Bestattungsinstituts bereiteten sich gerade darauf vor ihn einzubalsamieren, als sie ihn dabei vorfanden, wie er sich aus dem Leichensack befreite. Ein weiterer Zwischenfall ereignete sich im Januar, als der Kenianer Paul Mutora 15 Stunden nach der Erklärung seines Todes in der Leichenhalle aufwachte.

Zunächst sind Familienmitglieder nach derartigen Vorfällen meist ehrfürchtig-erstaunt und gleichzeitig dankbar dafür, dass ihre geliebten Menschen noch immer noch bei ihnen sind. Doch folgen darauf Verwirrung und Frustration. Völlig verständlich, immerhin ist es äußerst beunruhigend, dass Ärzten solche Fehler unterlaufen.

Allerdings ist die Grenze zwischen Leben und Tod zweifellos verschwommen. Der Tod ist nicht eine Ja- oder Nein-Frage; es ist vielmehr die Einstellung einer Anzahl von verschiedenen Verfahren und Mechanismen. Es ist durchaus möglich, dass einige dieser Mechanismen noch funktionieren, andere jedoch nicht mehr. Etwa ein Hirntod ist so kompliziert, die Definition des Todes nicht ganz klar ist. Der Tod wird von verschiedenen Menschen, Kulturen und Wissenschaften unterschiedlich interpretiert.

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